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16.10.2019 09:52:38


Jakobskreuzkraut und bekämpfungspflichtige Schaderreger: Ackerkratzdistel – Ambrosia – Feuerbrand

Der kantonale Pflanzenschutzdienst stellt Beratung und Information im Bereich des Pflanzenschutzes sicher. Er gewährleistet auch Information, Bekämpfung und Überwachung der Quarantäneorganismen im Kanton wie z.B. der Feuerbrand.

Flächen, auf welchen Sie Unterhaltsarbeiten durchführen, können mit den nachfolgend genannten Schaderregern verseucht sein. Diese müssen eliminiert werden. Ausgenommen vom Jakobskreuzkreut existieren Gesetzte diesbezüglich. Mit dieser Mitteilung möchten wir Sie näher darüber informieren. Wir zählen auf Ihre wertvolle Mitarbeit in der Durchsetzung der obligatorischen oder vorbeugenden Massnahmen. Die betreffenden Gesetzestexte sind auf unserer Internetseite unter kantonaler Pflanzenschutzdienst abrufbar: www.grangeneuve.ch.

Jakobskreuzkraut (Bild im Anhang)
Das Unkraut wird im Laufe des Monats Juni mit der Blüte beginnen. Dies wird der beste Moment sein um die Pflanzen von Hand auszureissen, was auch gut machbar ist. Dieses Unkraut ist sehr giftig für Rindvieh und Pferde. Das Jakobskreuzkraut entwickelt sich auf Kahlflächen oder in lückenhaften Beständen. Wie die Distel verbreitet es sich durch Samen mit dem Wind. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Jakobskreuzkraut vor dem Versamen auf Landwirtschafts- und Nichtlandwirtschaftsflächen zu bekämpfen. Auch wenn nur wenige Pflanzen vorhanden sind, ist es unabdingbar diese zu eliminieren. Eine einzelne Pflanze kann eine beträchtliche Menge Samen produzieren, welche mehrere Jahre im Boden überleben können. Obwohl zurzeit das Jakobskreuzkraut nicht obligatorisch bekämpft werden muss, im Gegensatz zu den folgenden Organismen, kann dank der Bekämpfung das Vergiftungsrisiko für Tiere vermieden werden.

Ackerkratzdistel
Dieses Unkraut befindet sich im vollen Wachstum und ist gut sichtbar; es muss vor dem Versamen unbedingt eliminiert werden. Die Verordnung vom 23. April 2007 über Massnahmen zur Bekämpfung der Ackerkratzdistel, welche die Bekämpfung umschreibt, präzisiert, dass der örtliche Landwirtschaftsverantwortliche zuständig ist, dass Distelnester in der ganzen Gemeinde bekämpft werden. Für die Unterhaltsdienste der öffentlichen Verkehrsbetriebe, Strassen und Uferböschungen ist es ein Muss, dass die Unterhaltsequipen zwecks Bekämpfung der Ackerkratzdisteln sensibilisiert sind.

Ambrosia
Der Pollen dieser Pflanzen ruft starke Allergien beim Menschen hervor. Diese Pflanze muss laut Eidg. Pflanzenschutzverordnung vom 27. Oktober 2010, Art 42, 43 und Anhang 6 eliminiert werden. Der örtliche Landwirtschaftsverantwortliche und häufig auch der Feuerbrandkontrolleur können diese Pflanze bestimmen. Ambrosia ist im Kanton Freiburg selten vorhanden, vor allem Privatgärten waren betroffen. Wir bitten Sie, Verdachtsfälle dem kantonalen Pflanzenschutzdienst umgehend mitzuteilen.

Feuerbrand
Diesen Frühling herrschten keine optimalen Wetterbedingungen für Infektionen durch diese gefürchtete Krankheit des Kernobstes. Es ist aber möglich, das letztjährig infizierte Pflanzen während dem Sommer Symptome zeigen. Alle Verdachtsfälle müssen gemeldet werden. In jeder Gemeinde gibt es einen ausgebildeten „Feuerbrand-kontrolleur“ der anfälligen Pflanzenarten sowie die Symptome des Feuerbrandes erkennt. Zur Erinnerung, die Pflanzung von anfälligen Ziersträuchern ist verboten. In der Verordnung vom 23. April 2007 über die Bekämpfung des Feuerbrandes, welche die Bekämpfungsmassnahmen umschreibt, befindet sich eine Liste der verbotenen Pflanzen.

Entsorgung nach dem Ausreissen von Planzen
Damit die Verbreitung über Samen von ausgerissenen Pflanzen verhindert wird, speziell bei reifen oder fast reifen Samen, sollten diese rasch und fachgerecht entsorgt werden. Dazu sind Kehrichtverbrennungsanlagen und Biogasanlagen geeignet. Achtung, die Pflanzen können nachreifen falls sie ohne vorgängiges Häckseln oder sofortige Überdeckung auf einem Kompost entsorgt werden.

Für die Kenntnisnahme dieser Informationen danken wir Ihnen bestens.

Kantonaler Pflanzenschutzdienst


Dokument Bilder Jakobskreuzkraut (pdf, 416.0 kB)


Datum der Neuigkeit 6. Juni 2019
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