Cordast ist im oberen Seebezirk und liegt auf einer Hochebene, gut 600 m.ü.M. Cordast grenzt im Westen und Süden an die französischsprachigen Gemeinden Courtaman, Courtepin und Barberêche. Im Norden und Osten liegen Guschelmuth und Gurmels. Das Wasserreservoir im Bulliarholz steht auf 668 m.ü.M. Dies ist der höchstgelegene Punkt im Seebezirk.

Dorfbild Cordast

Geschichtliches

 

Der Ort wird 1294 erstmals als Corbath erwähnt. Im Jahre 1363 gehörte das Dorf, damals Gurdast genannt, den Grafen von Thierstein, die Zehnten aber waren im Besitz von Pierre de Pont. 1414 änderte sich der Name nochmals zu Curdast. 1442 kaufte die Stadt Freiburg den Grafen von Thierstein das Gebiet der heutigen Pfarrei Gurmels, somit auch Cordast, ab. So war der Ort bis zur französischen Revolution Teil der «Alten Landschaft Freiburg». Nach der Revolution gehörte die Dorfschaft vier Jahre lang zum Bezirk Murten, dann nochmals zum Bezirk Freiburg (1803-1830). Im Jahre 1831 wurden die verschiedenen Ortschaften der Pfarrei Gurmels zu selbständigen Gemeinden. Bis 1847 gehörte Cordast zum «Deutschen Bezirk» mit der Hauptstadt Freiburg.
Im Jahre 1848 wurden die Bezirke des Kantons wieder neu geordnet. Die Saane bildete nun die Grenze zwischen See- und Sensebezirk. So wurde die Gemeinde gegen ihren Willen wieder dem Seebezirk zugeteilt. Bis 1870 versuchte Cordast -gemeinsam mit den anderen Gemeinden der Pfarrei Gurmels - immer wieder, sich dem Sensebezirk anzuschliessen. Alle Anstrengungen blieben erfolglos.
Eine Feuerbrunst zerstörte 1831 einen grossen Teil der Gebäude.

1894 fand man im Raspenholz etwa 20 Tumuli (Hügelgräber) mit Brandgräbern und Gegenständen aus der Hallstattzeit (800-400 v. Chr.). Diese und andere Entdeckungen in der Region weisen darauf hin, dass auch Cordast schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war.
 
Rückwirkend auf den 01.01.2005 hat die Gemeinde Cordast mit der Gemeinde Gurmels fusioniert.